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Mär 23 2016


Einige Menschen aus Bouaké haben uns Ihre Betroffenheit und Einschätzung der Lage nach dem Terroranschlag in Grand Bassam geschrieben. Einige der Kommentare sind im Folgenden zu lesen.


Ich habe schon am Montag versucht Ihnen einen E-mail zu schicken. Aber es war etwas los mit meiner internetverbindung. Wir sind am Sonntag aus Yamoussoukro angekommen. Ich freute mich im voraus über den Bericht und die Fotos, die ich Ihnen schicken würde. Jedoch haben wir unterwegs erfahren, dass es früher während des Tages einen Terroranschlag in Bassam gegeben hatte.

Die RTI, das ivorische Fernsehen, spricht von 22 Toten, darunter 6 Terroristen und 2 Soldaten. Wie Sie es sicher wissen, haben wir sowas nie in der Côte d'Ivoire erlebt. Das ist zwar ungefähr 500 Km von Bouaké entfernt, aber ich fühle mich, als wäre ich dort gewesen. 

Nach dem Bürgermeister von Bassam wollten die Jungen von Bassam nach den Terroranschlägen sich rächen und mussten deshalb beruhigt werden. Das zeigt die Einstellung jener Jungen. Ich hoffe nur, dass die in Trauer versetzten Familien genug Mut haben, um diese harte Prüfung durchzustehen.

Die Imame von Côte d' Ivoire haben reagiert und haben die ivorischen Moslems zurückhaltung und Wachsamkeit ermahnt.  Ich denke, man sollte niemals diesen Terroristen zeigen, dass man Angst hat. Sie würden sich drüber freuen, dass sie ihr Ziel erreicht haben.  


Nachdenklich sind wir alle. Sehr schwer kann ich mir das vorstellen.Das hat auch bei uns passieren müssen.Leider ist niemand von Terroristen enthoben.

Die ganze Bevölkerung ist in Nationaltrauerzeit.Es wird viele Folgen geben. Wir sind schon alle schockiert.BASSAM, die eine hübsche touristische Ort ist, wird im Augenblick durch Touristen verlassen. Die Bewohner leben dort im Schrecken mehr als uns.

Der Präsident hat die Bevölkerung sensibilisiert. Die Sicherheit wird mehr verstärken. Er hat versprochen.

Die Schüler sind auch schockiert.Wenn ich an Ermoderten denke, sage ich, dass es ich auch sein könnte. Warum nicht? Bin ich in Sicherheit mehr als sie? Was haben sie getan? Sind die Menschen heute irgenwo von Terror geschützt ? Die ganze Welt muss daran überlegen.    


Es ist geschehen. Unser Land steht jetzt auf der traurig berühmten Liste der von Terroristen angegriffenen Länder.
Am Samstag war ich in Yamuzukro (Zentrum) mit dem Deutschclub im Rahmen eines gemeinsamen Projekts mit Lycée Mixte 2 Yakro. Wir hatten das Goethe-Institut eingeladen. Sie haben uns Geschenke für die SchülerInnen gegeben und sind lieber in Abidjan geblieben. Am Sonntag gegen 12Uhr waren wir mit den Aktivitäten fertig und erwarteten den Bus für die Rückreise, als wir erfuhren, dass es Terroranschläge an der Küste gab. Persönnlich hatte ich an eine Räuberei gedacht. Es gab vielleicht Banditen, die gegen die Polizei kämpften. Habe ich gedacht. Ich verweigerte an Terroranschläge zu denken. Aber im Laufe der Zeit wurde die Information bestätigt. Um 19Uhr habe ich von einem Kollegen mitbekommen, dass die Leiterin des Goethe-Instituts erschossen wurde und dass c.a 16 Personnen umgekommen sind.

Heute, drei Tage nach dem Angriff, denke ich immer noch danach- wie die ganzen Ivorer- und kommt eine einzige Frage stets: warum? Ich bin Moslem, und frage ich mich warum Menschen ihre Mitmenschen töten im Namen Gottes.Es ist einfach schrecklich

Obwohl, das Thema im Rampenlicht steht, spricht man kaum in meiner Schule. Alle denken danach, aber keiner wagt es, davon zu reden, vielleicht weil die Schmerzen immer noch so groß sind. Ich glaube, die Folgen auf den Tourismus in Grand Bassam werden negativ sein aber nicht so negativ als die ´´Experten´´ es behaupten. Ich glaube in ein Paar Wochen oder Monaten wird alles wieder normal sein. Die Ivorer sind immer lustig und finden auch Humor an alles. Wir erinnern uns noch an den Krieg, an die Vogelgrippe und an Ebola (in den Nachbarländern). Aus diesen traurigen und gefährlichen Lagen haben Sänger und komiker lustige Texte geschrieben und gespielt. Damit aus der Traurigen Situation eine gute Laune entsteht.

Die Folgen auf der Politik. Davon gibt es nicht viel zu sagen. Die Opposition und die Machtinhaber haben Momentan ihre Differenzen beiseite gelassen und drücken ihr Mitleid aus.Das Problem ist vielleicht mit den Religionen bzw mit dem Islam. Die Mosleme, die bisher einen radikalen Islam erleben, werden vielleicht von nun an anders gesehen werden.
Liebe Grüße aus Bouaké 

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